Lieferkettenrisiken, Cyberabwehr, Treibhausgasemissionen, Resilienz, Digitalisierungsstrategie, Diversität – die Themenpalette für Verwaltungsräte wächst stetig.
Ein Verwaltungsrat eines börsenkotierten Unternehmens besteht im Schnitt jedoch aus nur sieben Mitgliedern und trifft sich rund neunmal pro Jahr – das entspricht etwa fünf Ganztagessitzungen. Demgegenüber stehen mehrere hundert Mitarbeitende, die sich unter der Geschäftsleitung um das operative Tagesgeschäft kümmern.
Umso wichtiger ist, dass sich der Verwaltungsrat seiner Hauptaufgaben bewusst bleibt:
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Festlegung der Unternehmensstrategie
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Auswahl, Instruktion, Beratung und Überwachung der Geschäftsleitung
Die Delegation des Tagesgeschäfts muss im Organisationsreglement festgelegt sein. Sie entbindet den Verwaltungsrat jedoch nicht von der Haftung. Wer delegiert, muss dies mit der gebotenen Sorgfalt tun –
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bei der Auswahl (cura in eligendo),
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bei der Instruktion (cura in instruendo) und
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bei der Überwachung (cura in custodiendo).
Das bedeutet, dass Personen mit der richtigen Ausbildung, Erfahrung, Wissen und Haltung ausgewählt werden müssen. Der Verwaltungsrat soll sie beraten, klare Zielsetzungen formulieren und die Umsetzung regelmässig überprüfen.
Wie das Unternehmen selbst sollte sich auch der Verwaltungsrat auf das Wesentliche konzentrieren.
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